Featuring - ZUKKIHUND, Gülsha Adilji, Charles Nguela, Günter Struchen

Fiitschering

Sie sind Profis im Eisbrechen. Sie verfügen über das Know-how. Sie wissen, wie man vorgeht, wenn man selbst schtieri Füdlibürger mit dem Charme einer Tiefgarage in ein Gespräch verwickeln wollte. Eisbrechen ist sozusagen ihr Metier die menschliche Interaktion ihre Berufung. Und sie haben uns dabei geholfen, Rinder zu entwickeln:

ZUKKIHUND ZUKKIHUND ©Yonni Meyer/Pony M.
Der ZUKKIHUND ist ein Internetphänomen aus der Schweiz. Die fiktive Figur, ein sibirischer Husky, postet seit April 2012 nicht immer ganz jugendfrei und meist in breitem Schweizer-deutsch auf Facebook. Der Erfinder des Zukkihund ist der Zürcher Grafiker und Webdesigner Rafi Hazera. Rafi Hazera ist Grafiker, Comedian, Zürcher. Und Rafi ist extrem schön. – Für Rinder konnte sich Rafi nicht sogleich begeistern. „Hepfrässi!“, lautete seine erste Antwort. Dann aber wurde er erleuchtet. Er übersetzte nicht nur fleissig ins Tsüridütsch, sondern fuhr sogar mit neue Fragen auf, so zum Beispiel: „Hey döfi di miteme Lüchtstift astriche? Ich find du bisch wichtig.“
Gülsha Adilji Gülsha Adilji ©Mirjam Kluka
Gülsha Adilji wurde an einem lauen Oktoberabend 1985 in Niederuzwil zur Welt gebracht. Sie bekam, neben einem stummen J im Nachnamen, viel zu kurze Finger und viel zu wenig Zähne mit auf ihren Lebensweg. Dies bewirkt eine erstaunlich grosse Zungenfreiheit, die sie nach Lehre und Matur zum Social-TV Joiz führte. Die zierlichen Finger ermöglichen eine starke Bindung zu Tastaturen, weshalb sie der Zunge eine Pause gönnt und mit der Schreibwerkstatt Atelieer ihre Gedanken in Geschichten verwandelt.
Charles Nguela Charles Nguela ©Charles Nguela
2014 gewann Charles Nguela beim „Swiss Comedy Award“ den Jury- und den Publikumspreis. Ein paar Jahre vorher war das noch undenkbar. Im Alter von 5 Jahren musste Charles mit seiner politisch verfolgten Familie aus dem Kongo flüchten. Bis 14 lebte er in Südafrika, wo er eine schöne Jugend verbrachte, auch wenn er als nicht willkommener Ausländer Rassismus und Gewalt erlebte. Dann kam Charles Nguela in die Schweiz, präziser in den Aargau. Ohne ein Wort Deutsch zu verstehen. – Und Charles, dieser böimige Weltskerl, ist es, der dem Kanton Aargau in Rinder ein Gesicht verleiht.
Günter Struchen Günter Struchen ©Jan Stoller
Entwarnung für all diejenigen, die sich unter der Dusche jeweils komische Fragen stellen und nicht wissen, ob sie mit solchen Gedanken allein auf der Welt sind! Egal wie schräg die Frage auch sein mag, der eidgenössisch diplomierte Meeresbiologe und Briefeschreiber Günter F. Struchen hat sie höchstwahrscheinlich bereits gestellt. – Und eben dieser Meeresbiologe war es, der uns vor Augen führte, wie viele kostbare Fragen noch am Himmelszelt hängen und darauf warten, von Subjekten gepflückt und gestellt zu werden. „I ha es Büseli, das heisst Zötteli. Gloubsch mir’s?“, meinte er nur, als wir ihm Rinder vorführten. Und wir glaubten es ihm. Und er glaubte an uns.
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